Russland bei der WM 2018 – Wetten & Wettquoten

Russland

Trainer: Stanislaw Tschertschessow
WM-Teilnahmen: 10
Größte WM-Erfolge: Vierter (1966 als UdSSR)

Russland ist der Ausrichter der WM 2018 und das bedeutet, dass der erste osteuropäische Gastgeber einer Weltmeisterschaft automatisch für dieses Turnier qualifiziert ist. Es handelt sich gleichzeitig um die vierte WM-Teilnahme der „Sbornaja“ seit dem Zerfall der ehemaligen Sowjetunion (UdSSR) im Dezember 1991, wobei die russische Nationalmannschaft 1994 in den USA, 2002 in Japan und in Südkorea sowie 2014 in Brasilien immer nach der Vorrunde die Heimreise antreten musste. Vor vier Jahren teilte Russland in der Gruppe H gegen Südkorea sowie gegen Algerien jeweils mit 1:1 die Punkte und dazwischen zog die „Sbornaja“ gegen den Gruppensieger Belgien mit 0:1 den Kürzeren. Die russische Auswahl holte zwei Zähler: Damit beendete man die Gruppe H hinter den „Roten Teufeln“ sowie hinter den „Fennecs“ und vor Südkorea auf dem dritten Platz. Der russische Verband gilt für die FIFA als der Nachfolger der frühere UdSSR (1922-1991) sowie der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS), die in dieser Form ausschließlich an der EURO 1992 in Schweden teilnahm. Die ehemalige Sowjetunion bestritt zwischen der Ausgabe von 1958 und jener von 1990 in Italien an sieben von neun WM-Endrunden, wobei der größte Erfolg ein vierter Platz bei der Ausgabe von 1966 in England war. Das war gleichzeitig der Höhepunkt des goldenen Zeitalters des sowjetischen Fußballs, in dem man darüber hinaus dreimal bis ins Viertelfinale vordrang. 1982 und 1986 erreichte die frühere UdSSR mit der Zwischenrunde bzw. mit Achtelfinale die zweite Turnierphase, ehe 1990 bei der letzten Teilnahme als sowjetische Nationalmannschaft nach der Gruppenphase Endstation war. Schafft Russland bei der WM 2018 als Gastgeber erstmals seit 32 Jahren und seit dem Zerfall der Sowjetunion den Sprung ins Achtelfinale? Für die Sportwetten Experten gilt die „Sbornaja“ als die zweite Kraft in ihrer Gruppe.

Russland nahm als Ausrichter am Confederations Cup 2017 teil, wobei die „Sbornaja“ in der Gruppe A nach einem 2:0 zum Auftakt gegen das letztendlich punktlose Neuseeland gegen den amtierenden Europameister Portugal mit 0:1 den Kürzeren zog und sich gegen Mexiko mit 1:2 geschlagen geben musste. Während die „Seleção das Quinas“ und die „Tri“ mit jeweils sieben Zählern ins Halbfinale aufstiegen, musste sich die russische Nationalmannschaft mit drei Punkten aus dem Turnier verabschieden. Russland nahm zunächst als UdSSR sowie in weiterer Folge einmal als GUS an ingesamt elfmal an Europameisterschaften teil, wobei man als Sowjetunion bei der ersten Ausgabe von 1960 in Frankreich triumphierte. Das bereits angesprochene goldene Zeitalter des sowjetischen Fußballs spiegete sich auch mit drei zweiten Plätzen (1964, 1972 und 1988) sowie mit einem vierten Rang von 1968 wieder. In den darauffolgenden sechs Teilnahmen ab der EM 1992 als GUS war für die heutige russische Nationalmannschaft fünfmal nach der Vorrunde Endstation und lediglich bei der Endrunde 2008 stieg man bis ins Halbfinale auf. Bei der EURO 2016 holte die „Sbornaja“ mit einem 1:1 gegen England am ersten Spieltag in der Gruppe B lediglich einen Punkt. Nach einem 1:2 gegen die Slowakei war ein 0:3 gegen Wales der Tiefpunkt für die russische Nationalmannschaft, die als einziges Team in dieser Gruppe nach der Vorrunde die Heimreise antreten musste.

 

Russland Trainer

Der 54-jährige Stanislaw Tschertschessow übernahm die russische Nationalmannschaft im August 2016 nach dem Debakel bei der Europameisterschaft in Frankreich. Der frühere Tormann begann seine Trainerlaufbahn im Januar 2014 beim österreichischen Regionalligisten FC Kufstein, von dem er nach zehn Monaten in die österreichische Bundesliga zu Wacker Innsbruck wechselte. Im Juni 2006 kehrte Tschertschessow nach Russland zurück, wo er bei Spartak Moskau zunächst den Posten des Sportdirektors und dann des Trainers inne hatte. Weitere Stationen in der russischen Premier Liga waren das heutige Achmat (damals Terek) Grosny, Amkar Perm und Dynamo Moskau. Im Sommer 2015 wechselte der heute 54-jährige zum polnischen Spitzenklub Legia Warschau, den er auf Anhieb zum Double führte. Es waren gleichzeitig die bisher einzigen Titel in Tschertschessows Trainerlaufbahn. Tschertschessow spielte während seiner aktiven Karriere unter anderem von 1996 bis 2002 beim damaligen FC Tirol Innsbruck, mit dem er vor dessen Konkurs 2000, 2001 und 2002 österreichischer Meister wurde. Darüber hinaus stand der mittlerweile 54-Jährige vom Juli 1993 bis zum Juli 1995 in der deutschen Bundesliga für Dynamo Dresden zwischen den Pfosten. In der Sowjetunion bzw. in weiterer Folge in Russland spielte Tschertschessow unter anderem für Spartak Moskau und für Lokomotiv Moskau. Mit Spartak Moskau wurde der heute 54-Jährige jeweils zweimal sowjetischer (1987 und 1989) sowie zweimal russischer Meister (1992 und 1993) und 1992 russischer Cupsieger. Zudem absolvierte der frühere Tormann insgesamt 49 Länderspiele (acht für die UdSSR, zwei für die GUS und 39 für Russland).

Bekannte Spieler

Tschertschessow hat in Hinblick auf die WM 2018 keine echten internationalen Stars zur Verfügung. Nicht zuletzt auch, weil fast alle im erweiterten Kader stehenden Akteure in der Premier Liga ihr Geld verdienen. Die im deutschsprachigen Raum bekanntesten russischen Kandidaten für die Weltmeisterschaft, die in der Heimat unter Vertrag stehen, sind der Tormann sowie Teamkapitän Igor Akinfejew, der rechte Außenverteidiger Mario Fernandes, der zentrale Mittelfeldspieler Alan Dsagojew (alle von ZSKA Moskau) sowie der Angreifer Fedor Smolov vom FK Krasnodar. Der linke Abwehrspieler Konstantin Rausch wechselte im Januar 2018 vom deutschen Bundesligisten 1. FC Köln und der Innenverteidiger Roman Neustädter spielte vor einem Transfer zum türkischen Spitzenklub Fenerbahce Istanbul im Sommer 2016 in der höchsten deutschen Liga für seinen Stammklub 1.FSV Mainz 05, für Borussia Mönchengladbach und abschließend für Schalke 04. Beide Akteure wurden allerdings aus dem finalen Kader für die WM 2018 gestrichen. Zwei weitere Legionäre sind der Linksaußen Denis Tscheryschew vom spanischen Spitzenklub Villarreal CF sowie der Ersatztormann Wladimir Gabulow vom belgischen Topverein FC Brügge.

Stärken

Die Stärken der russischen Nationalmannschaft liegen in ihrem Teamgeist und in ihrer sehr kompakten Spielweise. Zudem setzt die „Sbornaja“ bei der WM 2018 natürlich auf den Heimvorteil.

Schwächen

Russlands fußballerische Spielweise ist sehr begrenzt. Das liegt auch an der Tatsache, dass Tschertschessow für das Mittelfeld und für die Offensive nur kaum Spieler auf Topniveau zur Verfügung stehen.

Russland WM-Qualifikation

Das russische Nationalteam ist als Gastgeber automatisch für die WM 2018 qualifiziert und absolvierte nach der EURO 2016 mit Ausnahme der Begegnungen beim Confederations Cup 2017 ausschließlich Freundschaftsspiele. Im Vorjahr gab es für die „Sbornaja“ es unter anderem zwei 3:3 gegen Belgien und gegen Spanien, ein 0:1 gegen Argentinien sowie ein 4:2 gegen Südkorea. Die ersten beide Testspiele im Kalenderjahr 2018 und somit wenige Monate vor der Weltmeisterschaft im eigenen Land endeten mit einem 0:3 gegen Brasilien sowie mit einem 1:3 gegen Frankreich. Zusammenfassend traf man mit Ausnahme von Deutschland auf alle Teams, die sich laut den Sportwetten Experten in der Top sechs für die WM 2018 befinden: In diesen Begegnungen gab es entweder Niederlagen und Unentschieden mit drei Gegentreffern. Selbst gegen den krassen Außenseiter aus Südkorea ließ Russland zwei Tore zu.

Potenzial/Chancen

Die russische Nationalmannschaft hat zwar den einen oder anderen interessanten Akteur, aber vor allem für den Spielaufbau und für den Angriff, keinen wirklich herausragenden Spieler in ihren Reihen. Die „Sbornaja“ setzt bei der WM 2018 vor allem auf ihren Teamgeist, auf ihre sehr kompakte Spielweise sowie natürlich auf den Heimvorteil.

Die Gastgeber treffen in der Gruppe A auf Ägypten sowie auf Saudi Arabien und auf Uruguay. Die „Celeste“ sind natürlich eine besonders harte Nuss, aber die „Sbornaja“ gilt für die Sportwetten Experten als die zweite Kraft nach den Südamerikanern. Allerdings sind die „Pharaonen“ mit dem Superstar Mohamed Salah vom englischen Spitzenklub Liverpool FC auf jeden Fall für eine Überraschung in der Vorrunde gut und ein mehr als ernstzunehmender Kandidat im Rennen um den zweiten Platz. Den „Grünen Falken“ droht hingegen die Rolle des Punktelieferanten. Wenn man den ersten Aufstieg in eine WM-KO-Phase seit 1986 schaffen sollte, trifft die Tschertschessow-Auswahl im WM Achtelfinale auf die besten zwei Mannschaft aus der Gruppe B. Dort kommen unter anderem Portugal und Spanien zum Zug, daher gehen Marokko und der Iran als wahrscheinliche Punktelieferanten ins Turnier. Russland wäre unseres Erachtens gegen die „Furia Roja“ oder gegen den amtierenden Europameister auf dem Papier chancenlos.

Russland WM 2018 Wettquoten

aktuelle Bwin Wettquote auf Russland als Weltmeister: 41,00

Endgültiger WM-Kader Russland – Russische Nationalmannschaft

Tormänner:

Igor Akinfejew (ZSKA Moskau),

Wladimir Gabulow (FC Brügge),

Andrej Lunew (Zenit Sankt Petersburg)

Abwehrspieler:

Sergei Ignaschewitsch (ZSKA Moskau),

Wladimir Granat (Rubin Kasan),

Fedor Kudrjaschow (Rubin Kasan),

Ilja Kutepow (Spartak Moskau),

Andrej Semenow (Achmat Grosny),

Igor Smolnikow (Zenit St. Petersburg),

Mario Fernandes (ZSKA Moskau)

Mittelfeldspieler:

Juri Gasinski (FK Krasnodar),

Alexander Golowin (ZSKA Moskau),

Alan Dsagojew (ZSKA Moskau),

Alexander Jerochin (Zenit Sankt Petersburg),

Juri Schirkow (Zenit Sankt Petersburg),

Roman Sobnin (Spartak Moskau),

Daler Kusjaew (Zenit Sankt Petersburg),

Anton Mirantschuk (Lokomotiv Moskau),

Alexander Samedow (Spartak Moskau),

Denis Tscheryschew (Villarreal)

Stürmer:

Artjom Dsjuba (Arsenal Tula),

Alexei Mirantschuk (Lokomotiv Moskau),

Fjodor Smolow (FK Krasnodar)

Stand: 03.06.2018

 



Die genannten Angebote sind möglicherweise auf Neukunden beschränkt oder nicht mehr gültig. Es gelten die AGB des Wettanbieters. Genaue Details ersehen Sie bitte direkt aus der Webseite des Wettanbieters. Alle Tipps basieren auf der persönlichen Meinung des Autors. Es gibt keine Erfolgsgarantie. Bitte wetten Sie mit Verantwortung. 18+

* Alle angegebenen Wettquoten waren zum Zeitpunkt der Erstellung des Artikels gültig. Jede Wettquote unterliegt Schwankungen. Bitte überprüfen Sie die aktuellen Quoten beim jeweiligen Wettanbieter!




Lesen Sie die aktuellen WM News:
Frankreich - Kroatien, WM 2018
WM Spiele (Prognose & Tipps)
Frankreich – Kroatien WM 2018
Belgien - England, WM 2018
Belgien – England WM 2018
Kroatien - England WM 2018
Kroatien - England, WM 2018
Frankreich - Belgien WM 2018


Top 5 Online Wettanbieter