Griechenland bei der WM 2014 – Wetten & Wett-Quoten

Griechenland

Trainer: Fernando Santos
WM-Teilnahmen: 2
Größte WM-Erfolge: Vorrunde 1994, 2010

Die griechische Nationalmannschaft konnte sich zuletzt sowohl für die Europameisterschaft 2008 und die Fußball WM 2010 qualifizieren. In beiden Turnieren schied man allerdings schon in der Vorrunde aus. Der größte Erfolg Griechenland war der Gewinn der Euro 2004 mit Trainer Otto Rehhagel. König Otto trainierte die Griechen von 2001 bis 2010 und ist mittlerweile zum Volksheld aufgestiegen. Der EM-Titel war nicht nur für alle Griechen überraschend, sondern auch für die Wettbüros. Vor dem Turnier wurde man mit einer 100:1 Quote als Außenseiter gehandelt.

1994 qualifizierte sich „Hellas“ erstmals für eine WM Endrunde in den USA und schied mit drei Niederlagen, null Punkten und 0:10 Toren aus. Bei der WM 2010 in Südafrika schied man wieder nach der Vorrunde aus, konnte allerdings gegen Nigeria mit 2:1 den allerersten Sieg bei einer Weltmeisterschaft feiern. Zum ersten Mal in der Geschichte konnte sich Griechenland also zweimal hintereinander für eine Fußball-Weltmeisterschaft qualifizieren und hofft nun in Brasilien erstmals über die Gruppenphase hinaus zu kommen. Mit Otto Rehhagel reichte es mit einer mittlerweile ausgestorbenen Taktik mit Libero zum Titel bei der EM 2004. Dazu machte man sich mit dem unattraktiven Defensivfußball nicht nur Freunde.

Heute spielt Griechenland im europäischen Fußball weiter vorne mit und hat sich die letzten Jahre weiter entwickelt. Die komplette defensive Ausrichtung spielt Griechenland unter Santos nicht mehr. Er legt aber weiterhin mehr Wert auf die Verteidigung als auf andere Mannschaftsteile, agiert dabei aber offensiver als sein Vorgänger. Ob es aber für mehr als die Vorrunde reichen wird, ist weiterhin offen, könnte bei der eher leichteren WM-Gruppe aber durchaus möglich sein.

Griechenland Trainer

Fernando Santos ist Portugiese und entschied sich nach seiner aktiven Spielerkarriere als Trainer zu arbeiten. 1987 übernahm er den portugiesischen Zweitligisten GD Estirol Praia. Dort konnte er als Coach erste Erfolge feiern. 1991 gelang der Aufstieg in die erste Liga. 1994 stieg der Club aber wieder ab und Santos verließ den Verein. Im Folgejahr trainierte er den CF Estrela Amadora und formte aus einem dauerhaften abstiegsgefährdeten Club eine Mannschaft, die sich in der portugiesischen ersten Liga im Mittelfeld behaupten konnte. 1998 gelang Amadora mit Platz sieben die beste Platzierung der Vereinsgeschichte. Seine Leistungen weckten Begehrlichkeiten. Topclub FC Porto nahm ihn 1998 unter Vertrag. Auf Anhieb wurde er erstmals Meister als Trainer. In den kommenden beiden Spielzeiten verpasste er aber die nationale Meisterschaft und wurde zweimal Vize, konnte aber jeweils den Gewinn des Taca de Portugal feiern. 2001 zog es ihn erstmals ins Ausland nach Griechenland und coachte AEK Athen. In der Liga wurde er Vize-Meister, konnte aber den nationalen Pokal gewinnen. Seine Leistungen reichten sogar um Trainer des Jahres in Griechenland zu werden. Trotzdem schloss er sich dann Ligakonkurrent Panathinaikos Athen an. Im Sommer 2003 zog es ihn für ein Jahr zu Sporting Lissabon, ging nach einem Jahr aber wieder nach Griechenland um ein zweites Mal bei AEK Athen anzuheuern. 2006 ging er als Übungsleiter zu Benfica Lissabon und wurde zwei Jahre später ohne Titel wieder entlassen. Von September 2007 bis Mitte 2010 trainierte er den griechischen Club PAOK Thessaloniki. Seit 2009 ist er Trainer in Griechenland und wurde Nachfolger von Erfolgscoach Otto Rehhagel. Nach der WM am Zuckerhut wird Santos der Nationalmannschaft aber den Rücken zukehren. Er äußerte in der Vergangenheit mehrfach den Wunsch wieder als Club-Trainer arbeiten zu wollen. Diesem Wunsch kam der Verband seinem Coach letztendlich nach.

Bekannte Spieler

In Deutschland kennt man Verteidiger Sokratis von Borussia Dortmund, der zuvor in Bremen spielte und 2013 zu den besten Innenverteidigern der Liga zählte. Jose Holebas darf als Top-Abwehrspieler nicht fehlen. Auch er kickte in Deutschland für den TSV 1860 München, spielt aber aktuell in Griechenland bei Olympiakos Piräus. Mittelfeldspieler Kostas Fortounis spielt beim Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern, gehört aber nicht zu den Top-Spielern der Nationalelf. Dazu gehören aber definitiv Giorgios Karagounis vom FC Fulham sowie Kostas Katsouranis, der in seiner Heimat bei PAOK Saloniki spielt. Andreas Samaris (Olympiakus Piräus) und Sotiris Ninis (PAOK Saloniki) komplettieren das Mittelfeld und haben ihre internationale Klasse bereits mehrfach unter Beweis gestellt. Stürmer Kostas Mitroglu verdient wie Karagounis seine Brötchen in der Premier League beim FC Fulham und ist zusammen mit Georgis Samaras (Celtic Glasgow) und Dimitrios Salpingidis (PAOK Saloniki) der Topstürmer Griechenlands. Besondere Fähigkeiten werden Verteidiger Holebas und Angreifer Salpingidis nachgesagt. Sie gelten als sehr schnelle Spieler und sind nur schwer vom Gegner zu stellen.

Stärken

Die Stärken der Santos-Elf liegen ganz klar im Mittelfeld und im Angriff. Viele Akteure sind bei griechischen Topclubs unter Vertrag und kennen sich. Zudem spielen einige Nationalspieler auch in der Champions-League und können sich fast jährlich auf Europas größter Fußballbühne beweisen. An guten Tagen kann die Offensive im Zusammenspiel mit dem Mittelfeld ein Spiel entscheiden. Während den Qualifikationsspielen enttäuschte die Sturmreihe aber und schoss nur 12 Tore in zehn Partien.  Eine ganz große Stärke, wenn nicht sogar die größte, ist der Zusammenerhalt der Truppe. Mit viel Willen und Leidenschaft wurde schon der einzige Titel der Vereinsgeschichte 2004 in Portugal errungen. Zehn Jahre später hat sich aber auch der Fußball weiter entwickelt. Es ist mittlerweile auszuschließen, dass man nur mit Leidenschaft und Willen einen großen Titel holt. Die fußballerischen Mängel im Kader sind dafür einfach im Vergleich zu anderen Teams auf der Welt zu groß.

Schwächen

Das größte Problem liegt weiterhin in zwei Punkten begraben. Zum einem ist der Kader für einen WM-Titel viel zu klein und nicht breit genug aufgestellt. Zum anderen sind die erfolgreichen Spieler vergangener Zeiten in die Jahre gekommen. Richtige Stars sind bisher nicht nachgerückt, um den Titelträger 2004 wieder zu einem Triumph zu führen. Bis auf zwei hoffnungsvolle junge Talente kam nicht viel nach. Für diese beiden kommt die Weltmeisterschaft am Zuckerhut aber noch zu früh. Nur zwei WM-Teilnahmen von Griechenland, die beide schon nach der Vorrunde beendet waren, deuten auf große Unerfahrenheit hin. Als europäische Mannschaft ist es auf einem anderen Kontinent ohnehin schwer, für ein Team ohne Erfahrung sogar fast unmöglich, etwas großes zu erreichen. Zudem ist der Altersdurchschnitt der Spieler sehr hoch, weshalb sie nicht zu den spritzigsten Teams gehören. Ein Schwachpunkt ist auch die Defensive, die bis auf ein bis zwei Ausnahmen kein internationales Niveau besitzt.

Griechenland WM-Qualifikation

Griechenland spielte eine starke Qualifikation und stritt sich bis zum letzten Spieltag in Gruppe G um den Gruppensieg mit Bosnien-Herzegowina. Am Ende erspielte man sich acht Siege, ein Unentschieden und verlor nur ein einziges Spiel (3:1 in Bosnien). Punktgleich an der Spitze reichte es aber aufgrund des starken Torverhältnisses von 30:6 für Bosnien nur zu Platz zwei für die Griechen (12:4 Tore). In der Gruppe spielten auch die Slowakei, Litauen, Lettland und Liechtenstein. Auf dem zweiten Blick sind nur 12 geschossene Tore in 10 Spielen bei diesen Gegnern erschreckend. Als Tabellenzweiter musste man in der Europa-Qualifikation in die Verlängerung. In den Play-off Spielen setzte man sich gegen Rumänien durch, nachdem man das Hinspiel in Griechenland 3:1 gewinnen konnte und vier Tage später in Bukarest den Vorsprung mit einem 1:1 verteidigte.

Potenzial/Chancen

Die Chancen bei der dritten WM Teilnahme endlich mal über die Vorrunde hinaus zu kommen stehen gar nicht so schlecht. In einer Gruppe mit Kolumbien, Japan und der Elfenbeinküste ist sogar Platz eins möglich. Voraussichtlich wird man sich mit der Elfenbeinküste um den Gruppensieg streiten. Aber auch die Japaner sind nicht zu unterschätzen, die gerade in Europa einige starke Spieler haben. Von Platz eins bis drei ist wirklich alles drin, deshalb muss sich Griechenland voll konzentrieren und die Offensive, die großes Potenzial hat, verbessert auftreten als noch in der Qualifikationsgruppe, in der nur 12 Treffer erzielt wurden. Der größte Gegner Griechenlands ist aber die mangelnde Erfahrung bei großen Turnieren und der dünne Kader. Verletzungen und Sperren kann sich „Hellas“ nicht leisten. Schon gar nicht von Leistungsträgern. Mit bisschen Glück ist das Achtelfinale zu erreichen. Danach wird höchstwahrscheinlich aber schon Endstation sein. Zumal droht in der Runde der letzten 16 Teams Italien oder England.

 

Griechenland WM 2014 Wettquoten

aktuelle Bwin Wettquote auf Griechenland als Weltmeister: 251 (Stand 05.03.2014)

Vor der WM war die Wettquote auf Griecheland 251 

WM-Kader Griechenland – Griechische Nationalmannschaft

Tormänner:

Orestis Karnezis (FC Granada),

Panagiotis Glykos (PAOK Saloniki),

Stefanos Kapino (Panathinaikos Athen)

Abwehrspieler:

Kostas Manolas (Olympiakos Piräus),

Jose Holebas (Olympiakos Piräus),

Sokratis (Borussia Dortmund),

Vangelis Moras (Hellas Verona),

Giorgos Tzavellas (PAOK Saloniki),

Loukas Vyntra (UD Levante),

Vasilis Torosidis (AS Rom)

Mittelfeldspieler:

Alexandros Tziolis (Kayserispor),

Andreas Samaris (beide Olympiakos Piräus),

Giannis Maniatis (beide Olympiakos Piräus),

Kostas Katsouranis (PAOK Saloniki),

Giorgos Karagounis (FC Fulham),

Panagiotis Tachtsidis (FC Turin),

Giannis Fetfatzidis (FC Genua),

Lazaros Christodoulopoulos (FC Bologna),

Panagiotis Kone (FC Bologna)

Stürmer:

Dimitris Salpingidis (PAOK Saloniki),

Giorgos Samaras (Celtic Glasgow),

Kostas Mitroglou (FC Fulham),

Theofanis Gekas (Konyaspor)

Stand: 02.06.2014

 

WM 2014 Griechenland Spiele/Termine – Gruppe C

Datum Uhrzeit Begegnung Ergebnis
Sa. 14.06. 18:00 Kolumbien – Griechenland 3:0
Mo. 16.06. 03:00 Elfenbeinküste – Japan 2:1
Do. 19.06. 18:00 Kolumbien – Elfenbeinküste 2:1
Do. 19.06. 24:00 Japan – Griechenland 0:0
Di. 24.06. 22:00 Japan – Kolumbien 1:4
Di. 24.06. 22:00 Griechenland – Elfenbeinküste 2:1

WM 2014 Griechenland Gruppe C – Tabelle

Platz Mannschaft Spiele S U N Tordiff. Punkte
1 Kolumbien 3 3 0 0 9:2 9
2 Griechenland 3 1 1 1 2:4 4
3 Elfenbeinküste 3 1 0 2 4:5 3
4 Japan 3 0 1 2 2:6 1

WM Spielplan und Ergebnisse

 



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