WM Ergebnis, Spielanalyse, Spielerstimmen, Trainerstimmen: Deutschland gegen Spanien

8. Juli 2010 | gepostet in Fussball WM News
Fussball WM News

Totenstille auf den Straßen Deutschlands statt Autokorsos auf den Straßen. Deutschlands Fußballfans haben das Ausscheiden Ihrer Mannschaft im Kampf um den WM Titel mit Entsetzen und großer Enttäuschung verfolgt. Der Traum der deutschen Nationalmannschaft vom vierten WM-Titel ist geplatzt. Im Halbfinale verlor die DFB-Elf, wie schon vor 2 Jahren im EM-Finale, verdient mit 0:1 gegen den Europameister und Topfavoriten Spanien. Die Iberer waren der Löw-Elf in fast allen Belangen überlegen. Kaum ein DFB-Kicker mit Ausnahme von Manuel Neuer konnte an die gezeigten Leistungen aus den vorherigen Spielen gegen Argentinien und England anknüpfen. Nun muss die Löw-Elf nach der Enttäuschung nochmal alle Kräfte im Kampf um Platz 3 gegen Uruguay mobilisieren. Die "Furia Roja" darf sich weiter Hoffnungen auf den WM-Titel machen, nach dem ersten Erreichen eines WM-Finales in der Geschichte.

 

Aufstellung Deutschland:

Neuer – Lahm, Mertesacker, A. Friedrich, Boateng – Khedira, Schweinsteiger – Trochowski, Özil, Podolski – Klose

Einwechslungen:

52. Jansen für Boateng

62. Kroos für Trochowski

81. Gomez für Khedira

Trainer Deutschland:

Joachim Löw

Aufstellung Spanien:

Casillas – Sergio Ramos, Piqué, Puyol, Capdevila – Busquets, Xabi Alonso – Iniesta, Xavi, Pedro – Villa  

Einwechslungen:

81. Fernando Torres für Villa

86. Silva für Pedro

90. + 3 Marchena für Xabi Alonso

Trainer Spanien:

Vicente del Bosque

 

Die DFB-Auswahl fand zunächst sehr schlecht in das Spiel. Die DFB-Kicker standen von Beginn an sehr tief und überließen den Spaniern viel Raum. Der Europameister zog sein bei den Gegnern gefürchtetes Kurzpass-Spiel auf. Rasch setzten sich die Iberer in der deutschen Hälfte fest. Man merkte es der Löw-Elf sofort an, der Respekt vor dem Europameister ist enorm groß. Teilweise liefen die Löw-Schützlinge den Ball nur hinterher. Die deutsche Abwehr war von Beginn an gefordert. Nach einem Traumpass von Pedro auf Villa in der 7. Minute rettete Neuer in höchster Not. Eine Schrecksekunde für die deutschen Fußballfans! Nicht nur aus dem Spiel heraus waren die Spanier brandgefährlich. In der 14. Minute köpfte Puyol nach einem Eckball aus 5 Metern Entfernung nur knapp über das Tor. Vom dreimaligen Weltmeister war bis dato überhaupt nichts zu sehen. Sicherlich lag es daran, dass die Fehlpassquote der deutschen Nationalmannschaft enorm hoch war. Die Abwehr der Löw-Elf stand jedoch sicher und hatte sich auf die Spanier eingestellt. Ob das jedoch bis zum Ende der Partie gut gehen wird?. Die Spanier fanden aus dem Spiel heraus mit fortschreitender Spieldauer ebenfalls kein Mittel mehr, um in den deutschen Sechzehner zu gelangen. Die DFB-Elf war fast vollständig in der eigenen Abwehr gebunden. In der 32. Minute dann endlich mal ein Lebenszeichen der deutschen Offensive. Bei einem Konterangriff prüfte der Hamburger Trochowski mit einem Flachschuss aus 30 Metern Entfernung Casillas. Es geht doch! Kurz vor der Pause nahm die Partie nochmal an Fahrt auf. Bei einem schön vorgetragenen Konter kam der Bremer Özil nach einem Pass von Klose im Sechzehner zu Fall und forderte Elfmeter. Doch der ungarische Schiedsrichter Viktor Kassai ließ weiterspielen. Auf der Gegenseite prüfte Pedro mit einem Fernschuss Neuer. Doch dieser hielt das 0:0 zur Pause fest.

Ohne personelle Änderungen ging es zunächst nach dem Seitenwechsel weiter. Löw musste seinen jungen Wilden etwas Dampf unter dem Hintern in der Pause gemacht haben, denn die DFB-Kicker waren nun bemüht, mehr in die Offensive zu investieren. Das spielstärkere Team blieben jedoch die Spanier, die ihrerseits die Führung durch die Tormöglichkeiten von Alonso in der 49. und 50. Minute hatten. Löw brachte Jansen für Boateng. Doch der Europameister blieb am Drücker. Kurz vor der 60. Minute musste Neuer unter Beweis stellen, warum er die Nummer 1 im deutschen Kasten ist. Innerhalb von 2 Minuten klärte Neuer 2x fulminant gegen Pedro. Spanien war haushoch überlegen. Das Tor schien nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Genau in dieser Phase hatte Deutschland dann die beste Chance in diesem Spiel. Podolski flankte von links zum mittlerweile eingewechselten Kroos. Doch der Ex-Leverkusener (jetzt Bayern München) scheiterte am glänzend parierenden Casillas in der 70. Minute. Das hätte das 1:0 für Deutschland sein müssen. Kroos stand frei! Wenn man solche Chancen liegen lässt, rächt sich dies meistens.

Was sich über die gesamte Spielzeit angedeutet hatte, wurde dann bittere Realität für die DFB-Auswahl. Nach einer Ecke von links, wuchtete Puyol das Leder per Kopf in der 73. Minute zum 1:0 für Spanien ins Tor. Neuer war chancenlos. Deutschland musste nun kommen. Gegen die sehr tief stehenden Spanier rannten sich die DFB-Kicker meistens fest. Die Spanier lauerten auf Konter. In der 83. Minute hätte Spanien den Sack vorzeitig zu machen können. In einer Überzahl-Situation setzt sich Pedro durch, doch an Stelle zum völlig freistehenden eingewechselten Torres (kam für Villa) zu passen, lief sich der Flügelspieler fest und der mit zurück geeilte Kroos konnte die brenzlige Situation klären. Diese Eigennützigkeit bestrafte del Bosque sofort mit der Auswechslung von Pedro. Für ihn kam Silva. Die letzten verbleibenden Minuten brachte der Topfavorit auf den Gewinn des WM-Titels souverän über die Zeit.

Die Spanier waren die klar bessere Mannschaft. Die DFB-Auswahl fand fast zu keinem Zeitpunkt ein wirkliches Mittel, die spanische Abwehr in Bedrängnis zu bringen. Sicherlich hat man die offensiven Qualitäten eines Thomas Müller vermisst. Seine Unberechenbarkeit fehlte dem deutschen Spiel. Dennoch trat die deutsche Nationalmannschaft zu defensiv und mit viel zu viel Respekt gegenüber den Spaniern auf.

Nachdem Finaleinzug hat sich Spanien in eine riesige Fiesta verwandelt. Hunderttausende Fußballfans strömten nach dem Sieg auf die Straßen und feierten ihr Team. Am Sonntag trifft Spanien im WM-Finale auf Holland. Wie vor 4 Jahren im eigenen Land geht es für Deutschland nun um Platz 3. Am Samstag treffen die Löw-Schützlinge auf Uruguay.

 

Stimmen zum Spiel:

Bundestrainer Joachim Löw:

"Kompliment an die Spanier. Ich glaube, dass sie Weltmeister werden, sie sind in den vergangenen zwei, drei Jahren die Besten gewesen. Sie sind spielerisch so gut, sie haben uns an die Grenzen gebracht. Manche konnten die Hemmungen nie richtig abbauen. Die Spanier lassen den Ball so laufen, dass man häufig hinterherrennt. Wir kamen nicht zu den nötigen Ballgewinnen und haben viel Kraft gebraucht."

Trainer Vicente Del Bosque:

"Ich möchte keine Namen nennen, aber einige Spieler haben heute eine außergewöhnliche Arbeit geleistet. Sowohl in der Abwehr als auch im Angriff. Wir haben noch ein Spiel vor uns, aber derzeit fühlen wir uns mit dem Ball und physisch unglaublich wohl. Das niederländische Team hat bei dieser WM die Werte des holländischen Fußballs sehr gut präsentiert. Es wird ein schweres Spiel."

Kapitän Philipp Lahm:

"Die Enttäuschung ist sehr groß. Wir haben uns viel vorgenommen, es ist uns nicht gelungen. In der ersten Halbzeit haben wir nicht mutig genug nach vorne gespielt. Nach hinten haben wir nicht viel zugelassen. Und dann muss seine wenigen Chancen nutzen. Auf das Spiel um Platz 3 habe ich heute überhaupt keine Lust."

David Villa:

"Die Seleccion hat heute ihr bestes Spiel des Turniers gezeigt. In den wichtigen Momenten kann sich diese Mannschaft immer noch steigern. In unserer Geschichte hat es das noch nicht gegeben, dass wir in ein WM-Finale einziehen. Wir haben einfach eine tolle Gruppe, die schon bei der EM hervorragende Arbeit geleistet hat. Jetzt wollen wir noch mehr."

DFB-Präsident Theo Zwanziger:

"Ich denke, die Mannschaft hat das gegen einen starken Gegner gegeben, was möglich ist. Die Spanier haben klasse Spieler. Sie waren heute die bessere Mannschaft. Den Ausfall von Thomas Müller hat man heute gemerkt. Aber es ist eine tolle WM. Ich bin traurig für die Mannschaft, aber nicht enttäuscht. Wir sind mit einer ganz jungen Truppe unter den besten vier Mannschaften der Welt. Ihr gehört die Zukunft. Die Spanier sind schon vier Jahre weiter."

Teammanager Oliver Bierhoff:

"Es sollte nicht sein. Die Mannschaft hat uns viel Freude gemacht, aber heute war Spanien die bessere Mannschaft. Das Fazit für das Turnier ist dennoch positiv, es steckt unheimlich viel Potenzial in der Mannschaft. Sie hat begeisternden Fußball gespielt."

Bastian Schweinsteiger:

"Man ist schon verärgert, wenn man kurz vor dem Finale steht und dann nicht so spielt, wie man es vorhat. Natürlich hatte Spanien mehr Ballbesitz, sie haben sehr gute Passspieler. Aber wir müssen besser stehen, sind zu häufig dem Ball hinterher gelaufen. Gegen Spanien bekommt man nicht viele Torchancen, die wenigen muss man dann nutzen. Spanien hat verdient gewonnen, sie sind noch eine Stufe besser als England oder Argentinien. Aber man hat gesehen, dass wir eine gute junge Mannschaft mit Zukunft haben."

Miroslav Klose:

"Wir waren zu sehr mit der Defensive beschäftigt. Die Spanier haben sich clever fallen lassen. Wenn wir mal in Ballbesitz kamen, waren wir zu kaputt und müde zum Umschalten. Wir haben uns bemüht, Ruhe ins Spiel zu bringen und unsere Ballstafetten hinzulegen. Aber wir haben nicht zwingend genug nach vorne gespielt. Ich bin schon enttäuscht, dass es nichts wird mit dem WM-Titel."

Manuel Neuer:

"In diesem Moment ist die Enttäuschung sehr groß. Wir wissen aber, dass wir ein gutes Turnier gespielt haben. Wir haben zu wenig nach vorne gemacht, uns zu wenige Chancen erarbeitet. Uns hat vielleicht ein bisschen der Mut gefehlt. Wir haben in fast jedem Spiel in der ersten Halbzeit Tore gemacht, dadurch stieg unser Selbstbewusstsein. Das war heute anders. Dann hat Spanien das Heft in die Hand genommen und viel mehr Chancen herausgespielt."

Marcell Jansen:

"Spanien war heute besser. Wir hätten noch etwas mutiger spielen können, auch in der letzten Viertelstunde. Da waren sie wohl etwas platt. Jetzt können wir das Turnier noch vernünftig beenden."

 


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