Japan

Japan

WM-Teilnahmen: 3
Größter Erfolg:
Achtelfinale (2002)

Die Japaner haben sich schon lange als Spitzenteam, und das nicht nur im asiatischen Raum, etabliert. Sie nahmen bei insgesamt drei Weltmeisterschaften teil und zählen zu den erfolgreichsten Nationen in Asien. Unter dem ehemaligen Teamchef Ivica Osim wurde das Team verjüngt und die erwarteten Erfolge stellten sich ein. Nach einem Schlaganfall des Bosniers begleitet nun Takeshi Okada die Japaner zur WM nach Südafrika. Im AFC-Cup erwiesen sich die Japaner stets als Großmacht, in sechs Teilnahmen holten die "Samurai Blue" 1992, 2000 und 2004 den Titel. 2007 scheiterte man im Finale an Saudi Arabien. 1998 nahm man in Frankreich erstmals an einer WM-Endrunde teil, doch man beendete die Gruppe H mit Argentinien, mit Kroatien und mit Jamaika punktelos auf dem letzten Platz. 2002 haben die "Samurai Blue" bei der gemeinsam mit Südkorea ausgerichteten WM in der Gruppe H gegen Belgien, gegen Russland und gegen Tunesien den ersten Platz geholt: Im Achtelfinale folgte dann allerdings das Aus gegen die Türkei. Bei der WM 2006 in Deutschland kam in der Gruppe F gegen Brasilien, gegen Australien und gegen Kroatien mit nur einem Zähler das Aus: Der brasilianische Teamchef Zico wurde kurzerhand nach dem schlechten Abschneiden gefeuert.

Trainer: Der 53-jährige Okada hat das Teamchef-Amt bei der japanischen Nationalmannschaft offiziell am 7. Dezember 2007 übernommen. Der Japaner, der bereits von 1997 bis 1998 die Auswahl seines Heimatlandes betreut und mit ihr auch an der WM 1998 in Frankreich teilgenommen hatte, ersetzte damit Osim, der am 16. November 2007 einen Schlaganfall erlitten hatte. Der frühere Abwehrspieler, der im Laufe seiner aktiven Karriere seine Fußball-Schuhe nur für den heutigen japanischen Zweitligisten Furukawa Electric und für die "Samurai Blue" (24 Länderspiele, ein Tor) zerrissen hat, hat als Trainer unter anderem auch für die Yokohama F. Marinos gearbeitet. 

Bekannte Spieler: Der Star der "Samurai Blue" schlechthin ist Shunsuke Nakamura. Der 31-jährige rechte Flügelspieler, der bisher in 93 Länderspielen 16 Mal getroffen hat, läuft allerdings seit seinem Wechsel von Celtic Glasgow zu Espanyol Barcelona im vergangenen Sommer seiner Form hinterher. Weitere Europa-Legionäre sind Takayuki Morimoto vom italienischen Serie-A-Klub Catania Calcio, der allerdings auch Spitzenklubs aus der englischen Premier League wie Manchester United an den Fersen hat sowie Makoto Hasebe vom deutschen Meister VfL Wolfsburg. Zudem verdienen Daisuke Matsui vom französischen Ligue-1-Klub Grenoble Foot, Keisuke Honda vom russischen Topklub ZSKA Moskau und Maya Yoshida vom niederländischen Erstligisten VVV Venlo ihr Geld in Europa. Der 31-jährige Yuji Nakazawa von den Yokohama F. Marinos ist der Kapitän der "Samurai Blue": Der Innenverteidiger hat bisher in 96 Länderspielen 17 Mal getroffen.

Stärken: Die Tatsache, dass man zum vierten Mal in Folge an einer WM-Endrunde ist für die Japaner und für ihren Verband mit Sicherheit ein Vorteil. Ein in diesem Zusammenhang nicht unwesentlicher Punkt ist die Tatsache, dass Teamchef Okada bereits zum zweiten Mal als Coach zu einer Endrunde reist. Auf dem Platz punkten die "Samurai Blue" vor allem dank des Mannschaftkollektivs und dank ihrer Spielfreude. Damit hat die japanische Nationalmannschaft seit den 90er Jahren auch schon die eine oder andere europäische Auswahl zumindest einmal in Bedrängnis gebracht.

Schwächen: Die Japaner haben bei ihren bisherigen drei WM-Auftritten zu inkonstant gewirkt. Man kann zwar fast jeden Gegner ärgern und tut sich aber zu oft auch gegen schwächere Kontrahenten schwer. Die Okada-Truppe hat freilich vor allem gegen Dänemark und gegen den Kamerun die Chance, den Sprung ins Achtelfinale zu schaffen. Auch dort wären die "Samurai Blue" mit Sicherheit fähig, den einen oder anderen Gegner zu ärgern. Doch man muss wie schon ab der Vorrunde konstante Leistung bringen. Nur so kann die japanische Nationalmannschaft bei ihrer vierten WM-Endrunde ihr Ziel erreichen und sich definitiv auf der weltweiten Fußball-Ebene etablieren. 

WM-Qualifikation: Die Japaner sind in der dritten Runde in die asiatische WM-Qualifikation eingestiegen. Dort haben sich die "Samurai Blue" in der Gruppe 2 mit 13 Punkten gegen den Bahrain, gegen den Oman und gegen Thailand den ersten Platz gesichert. In der vierten Phase mit den besten zehn Teams aus der dritten Runde hat die japanische Nationalmannschaft in der Gruppe A hinter Australien (20 Punkte) mit 15 Zählern den zweiten Platz belegt: Damit hat sich die von Okada betreute Truppe gemeinsam mit den "Socceroos", mit Südkorea und mit Nordkorea (beide in der Gruppe A) ohne Relegation das WM-Ticket gelöst.

Potenzial/Chancen: Die Japaner haben bei den bisherigen WM-Auftritten gezeigt, dass sich grundsätzlich zumindest einmal fast jeden Gegner ärgern können. In Südafrika wird der Ausrichter von 2002 in der Gruppe E auf die Niederlande, auf Dänemark und auf den Kamerun treffen. Die Okada-Elf wird ihr erstes Vorrundenspiel gegen die "Unbezähmbaren Löwen" bestreiten und diese Begegnung wird mit Sicherheit für beide Mannschaften richtungsweisend sein. Denn: Während die Niederlande der große Favorit auf den Gruppensieg ist, werden Dänemark, der Kamerun und Japan um das zweite Ticket für das Achtelfinale kämpfen. Dort könnte dann allerdings der Zweite aus der Gruppe E auf den amtierenden Weltmeister Italien treffen. 
 

aktuelle Bwin Wettquote auf Japan als Weltmeister: 301 (Stand 29.1.2010)

 

WM-Kader Japan

Tormänner

 

Verteidiger

 

Mittelfeldspieler

 

Stürmer

 

WM Gruppe E - Tabelle

Platz Team Spiele / Punkte
  Holland 0 Spiele / 0 Punkte
  Dänemark 0 Spiele / 0 Punkte
  Japan 0 Spiele / 0 Punkte
  Kamerun 0 Spiele / 0 Punkte

 WM Spielplan und Ergebnisse