Italien
Italien
WM-Teilnahmen: 16
Größter Erfolg: Weltmeister (1934, 1938, 1982)
Die "Azzurri" haben bislang an 16 von 18 Weltmeisterschaften teilgenommen. Mit zwei Ausnahmen (1930 wurde man nicht für die erste Ausgabe in Uruguay eingeladen, für die WM-Endrunde von 1958 in Schweden konnte man sich nicht qualifizieren) nahm Italien an allen WM-Endrunden teil. Ein Beweis dafür, dass das sportliche Leistungsvermögen gerade bei großen Turnieren wiederlegt wird. Gerade bei den Weltmeisterschaften waren die Italiener besonders erfolgreich, 1934 und 1938 holte man gleich zwei Titel in Folge. 1934 gelang den "Azzurri" dieses Kunststück bei der ersten WM, die man im eigenen Land ausgetragen hat. 1936 untermauerten die Italiener bei den Olympischen Sommerspielen in Berlin ihre Vormachtstellung und holten Gold. Bei der WM von 1938 in Frankreich verteidigten die Italiener ihren Titel und wurden abermals Weltmeister. Danach folgte allerdings eine Durststrecke bis zum nächsten Triumph bei einer WM, die nicht weniger als 46 Jahre dauerte. 1970 wurde in Mexiko das Finale erreicht: Nach einem denkwürdigen 4:3 gegen Deutschland im Halbfinale unterlag man Brasilien mit 1:4. Zwei Jahre zuvor hatte sich Italien in der Heimat den bisher einzigen Europameistertitel aus sieben Teilnahmen geholt: Einem 1:1 gegen das damalige Jugoslawien folgt ein 2:0 im Wiederholungsspiel. Damit rehabilitierten sich die Italiener von ihrer Blamage bei der WM von 1966, wo man nach einem 0:1 gegen Nordkorea bereits nach der Vorrunde ausgeschieden ist. Das überhaupt eine der größten Überraschungen in der Fußball-Geschichte. 1982 wurden die "Azzurri" dank eines 3:1 im Endspiel gegen Deutschland in Spanien zum dritten Mal Weltmeister, Paolo Rossi war dabei die Schlüsselfigur. 2006 trotzte man dem großen Manipulationsskandal in der Serie A und bezwang nach einem 2:0 gegen den Ausrichter Deutschland Frankreich im Elfmeterschießen mit 5:3. Bei der EURO 2008 kam nach einem 2:4 im Penaltyschießen gegen den späteren Triumphator Spanien im Viertelfinale das Aus. Beim Konföderationen-Pokal von 2009 in Südafrika belegten die "Azzurri" in der Gruppe B hinter Brasilien und den USA sowie vor Ägypten aufgrund der Tordifferenz nur den dritten Platz und musste damit bereits nach Vorrunde die Heimreise antreten.
Der Trainer: Marcello Lippi steht in seiner zweiten Amtszeit als italienischer Teamchef. Der 61-jährige frühere Abwehrspieler, der nach dem WM-Triumph sein Amt zurückgelegt hatte, folgte nach der EURO 2008 seinem Nachfolger Roberto Donadoni nach. Lippis erste Trainerstation in der Serie A war von 1992 bis 1993 Atalanta Bergamo. Es folgten in chronologischer Reihenfolge die SSC Napoli, Juventus Turin, Inter Mailand und danach erneut die "Alte Dame". Mit Juventus Turin holte sich der heute 61-Jährige fünf italienische Meistertitel, einen italienischen Pokal, vier italienische Superpokale, eine Champions League, einen europäischen Superpokal und einen Weltpokal.
Leistungsträger: Im Tor ist Gianluigi Buffon von Juventus Turin seit Jahren die Fixgröße. Mit seinen Mannschaftskollegen Fabio Cannavaro, Giorgio Chiellini und Fabio Grosso sowie mit Gianluca Zambrotta von der AC Milan hat man eine unvergleichbar starke Abwehr. Die Auswahl im Mittelfeld fällt im Gegensatz dazu etwas mager aus. Mit Mauro German Camoranesi von Juventus Turin, mit Daniele De Rossi von der AS Roma sowie mit Gennaro Gattuso und mit Andrea Pirlo von der AC Milan hat man erfahrene Spieler in den Reihen. Im Sturm setzt Lippi derzeit vor allem auf den bei der AC Fiorentina zur alten Form zurückgekehrten Alberto Gilardino, auf Antonio Di Natale von Udinese Calcio, auf Giuseppe Rossi vom spanischen Primera-División-Klub FC Villarreal sowie auf Giampaolo Pazzini von Sampdoria Genua. Luca Toni möchte sich nach seinem Wechsel von Bayern München zur AS Roma im Frühjahr ins Team spielen, doch der großgewachsene Goalgetter ist mit einer Knieverletzung außer Gefecht.
Stärken: Die italienische Nationalmannschaft, bei der nur Rossi nicht in der italienischen Serie A unter Vertrag steht, ist im internationalen Vergleich auf allen Positionen wenig überraschend qualitativ hoch besetzt. Vor allem die Abwehr und der Angriff sind um einen Tick stärker, auch wenn der Großteil der Defensivspieler und Tormann Buffon bei Juventus Turin unter Vertrag stehen und sich die "Alte Dame" in einer unglaublichen sportlichen Krise befindet. Im Angriff sind Gilardino, Di Natale, Rossi und Pazzini jederzeit für einen Treffer gut.
Schwächen: Wenn bei den "Azzurri" ein Schlüsselspieler einen schwarzen Tag erwischt, droht dem Team als Gesamtes ein Debakel. Das ist beispielsweise bei der 0:3-Pleite gegen die Niederlande bei der Gruppenphase der EURO 2008 der Fall gewesen. Außerdem tendieren die Italiener bei vermeintlich schwächeren Gegner zur Überheblichkeit und das kann gelegentlich auch schief laufen.
WM-Qualifikation: Die "Azzurri" sind gemeinsam mit Irland, mit Bulgarien, mit Georgien, mit Zypern, mit Montenegro und mit Georgien in die UEFA-Gruppe 8 gelost worden und haben sich mit 24 Punkten sowie mit sechs Zählern Vorsprung auf die Iren den ersten Platz gesichert. Das Brisante daran ist gewesen, dass die Italiener in den Begegnungen gegen "The Boys in Green" auf ihren früheren Teamchef sowie auf den italienischen Startrainer Giovanni Trapattoni getroffen sind. Gegen Irland haben die Italiener zweimal Unentschieden gespielt: Einem 1:1 in der Heimat am 1. April 2009 folgte am 10. Oktober ein 2:2 auf der "Grünen Insel".
Potenzial/Chancen: Die Italiener können vor der WM-Endrunde von Losglück sprechen, denn die "Azzurri" treffen in der Gruppe F auf Paraguay, auf die Slowakei und auf Neuseeland. Auf dem Papier sind die Italiener auf jeden Fall die Favoriten auf den ersten Platz, die Paraguayer und die Slowaken haben mit Abstand die besten Chancen auf das zweite Achtelfinal-Ticket. Allerdings hätte sich die italienische Nationalmannschaft vor dem Konföderationen-Pokal vom vergangenen Jahr gegen die "All Whites" beinahe blamiert: Die Begegnung endete letztendlich mit 4:3. Im Achtelfinale würden die Italiener auf einen Vertreter der Gruppe E mit den Niederlanden, mit Dänemark, mit dem Kamerun und mit Japan treffen. Ein Duell gegen die "Oranjes" wäre ein vorgezogenes Endspiel, gegen die weiteren drei Teams wäre Italien der klare Favorit auf den Aufstieg ins Viertelfinale.
aktuelle Bwin Wettquote auf Italien als Weltmeister: 13 (Stand 11.2.2010)
WM-Kader Italien
Tormänner
Verteidiger
Mittelfeldspieler
Stürmer
WM Gruppe F - Tabelle
| Platz | Team | Spiele / Punkte |
|---|---|---|
| Italien | 0 Spiele / 0 Punkte | |
| Paraguay | 0 Spiele / 0 Punkte | |
| Neuseeland | 0 Spiele / 0 Punkte | |
| Slowakei | 0 Spiele / 0 Punkte |

