Deutschland

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WM-Teilnahmen: 16
Größter Erfolg: Weltmeister (1954, 1974, 1990)

Deutschland Deutschland ist hinter Brasilien mit fünf Triumphen und Italien mit vier Titeln bei WM-Endrunden die dritterfolgreichste Nation mit drei WM-Titeln. 1954 wurde die damalige Nationalmannschaft in der Schweiz mit einem Sieg im Endspiel gegen Ungarn erstmals Weltmeister: Die Spieler dieser Auswahl werden nach wie vor als das  "Die Helden von Bern" bezeichnet. Ab diesem Zeitpunkt erreichten die Deutschen bis 1970 zumindest einmal immer das Viertelfinale. 1974 ringte man In der Wasserschlacht von Frankfurt man die Niederlande nieder und sicherte sich in der Heimat den zweiten Weltmeistertitel. Acht Jahre später in Spanien erreichten die Deutschen dank des "Nichtangriffspakt von Gjion" das Achtelfinale und scheiterten im Finale an Italien. Aufgrund der Vorkommnisse im Spiel zwischen Österreich und Deutschland werden nun bei allen Großereignissen die Schlussrunden jeweils gleichzeitig gespielt. Den bisher letzten Weltmeister-Titel holte man unter dem damaligen Teamchef Franz Beckenbauer 1990 in Italien: Ein Elfmeter-Tor durch Andreas Brehme sorgte für die Entscheidung gegen Argentinien. 2002 sorgte die DFB-Auswahl für Furore und musste sich erst im Endspiel mit 0:2 gegen Brasilien geschlagen geben. 2006 wurde das das "Sommermärchen" wurde nicht ganz wahr, denn man scheiterte im Halbfinale am späteren Weltmeister Italien: Letztendlich klappte es gegen Portugal mit dem dritten Platz. Neben den drei Weltmeister-Titeln krönte sich die deutsche Nationalmannschaft 1972 in Belgien, 1980 in Italien und 1996 in England dreimal zum Europameister. Bei der EURO 2008 in Österreich und in der Schweiz scheiterte man im Finale mit 0:1 an Spanien. Beim Konföderationen-Pokal von 2005 in Deutschland wurden die Deutschen Dritter.

Trainer: Joachim Löw hat den Teamchef-Posten am 12. Juli 2006 von Jürgen Klinsmann, der nach der WM in der Heimat seinen Vertrag nicht verlängert hat, übernommen. Zuvor hatte der 50-Jährige zwei Jahre lang als Co-Trainer seines Vorgängers gearbeitet. Zu den weiteren Trainer-Stationen von Löw zählen in chronologischer Reihenfolge der VfB Stuttgart, Fenerbahce Istanbul, der Karlsruher SC, der türkische Erstligist sowie in der österreichischen Bundesliga der FC Tirol und Austria Wien. Während seiner aktiven Karriere hat der frühere offensive Mittelfeldspieler in der deutschen Bundesliga für den SC Freiburg, für den VfB Stuttgart, für Eintracht Frankfurt sowie für den Karlsruher SC gespielt. Die letzten beiden Stationen als Profi-Spieler sind die heutigen Schweizer Challenge-League-Klubs FC Schaffhausen und FC Winterthur gewesen.   

Bekannte Spieler: Mit Manuel Neuer von Schalke 04 im Tor wurde sicherlich die Zukunft gefunden, der bei der U21-EM eine starke Leistung bot und mittlerweile auch im Nationalteam ein Spiel absolviert hat. Philipp Lahm von Bayern München gilt europaweit als einer der besten Defensivspiele: Er ist vor allem für seine schnellen Offensivaktionen bekannt. Im Mittelfeld sind Thomas Hitzlsperger, der im Januar vom VfB Stuttgart in die italienische Serie A gewechselt ist und Bastian Schweinsteiger von Bayern München die Stars. Michael Ballack vom englischen Spitzenklub FC Chelsea kommt aufgrund von Streitigkeiten im DFB-Team seit Monaten nicht zum Einsatz: Es bleibt zu hoffen, dass dieser Disput rechtzeitig für die WM-Endrunde bei Seite gelegt wird. Im Angriff sind Mario Gomez und Miroslav Klose von Bayern München fixe Größen. Mit Lukas Podolski, der im Sommer 2009 von Bayern München zum 1. FC Köln zurückgekehrt ist, hat man einen hoffnungsvollen Wegbegleiter.

Stärken: Die deutsche Nationalmannschaft ist vermutlich qualitativ so stark besetzt wie schon lange nicht mehr. Besonders viel Routine findet sich in der Abwehr mit Arne Friedrich von Hertha BSC Berlin, mit Per Mertesacker von Werder Bremen und mit Lahm wieder. Im Mittelfeld bringt neben Hitzlsperger und Schweinsteiger auch das Duo Marcell Jansen-Piotr Trochowski vom Hamburger SV bereits einiges an Erfahrung mit. Im Angriff sind Klose und Gomez von Bayern München bereits von der deutschen Bundesliga eingespielt: Außerdem sprechen insgesamt 124 Einsätze und 59 Treffer eine deutliche Sprache.   

Schwächen: Nach dem Ende der Teamkarriere von Jens Lehmann steht Löw kein richtig Nationalteam-erfahrener Torhüter mehr zur Verfügung. Neuer, René Adler von Bayer 04 Leverkusen und Tim Wiese von Werder Bremen sind zwar bei ihren Klubs Stammspieler, doch die bislang meisten A-Länderspiele hat der achtmalige Internationale Adler absolviert. Außerdem sind die Leistungen der deutschen Nationalmannschaft inkonstant und man tut sich deshalb auch gegen vermeintlich schwache Gegner schwer. Das führt dann auch Blamagen wie bei der EM 2000 in Belgien und in den Niederlagen sowie bei der Ausgabe von 2004 in Portugal, wo man bereits nach der Vorrunde ausgeschieden ist.  

WM-Qualifikation: Die deutsche Nationalmannschaft hat sich in der UEFA-Gruppe 4 vor Russland, vor Finnland, vor Wales, vor Aserbaidschan und vor dem Liechtenstein mit 26 Punkten den ersten Platz geholt. Der Kampf um das fixe WM-Ticket hat sich am 10. Oktober 2009 im Moskauer Luzhniki-Stadion entschieden, wobei Klose die DFB-Auswahl zu einem 1:0-Auswärtserfolg geschossen hat. Die Russen, die die Gruppe mit 22 Zählern beendet hatten, sind dann in der Relegation überraschend an Slowenien gescheitert.  

Potenzial/Chancen: Die deutsche Nationalmannschaft kann im Zusammenhang mit der WM-Endrunde definitiv nicht von Losglück sprechen. Denn: Die DFB-Auswahl wird in der Vorrunden-Gruppe D gegen Serbien, gegen Australien und gegen Ghana antreten. Die Serben, gegen die die deutsche Elf am 18. Juni und somit am zweiten Spieltag antreten wird, ist eine harte Nuss. Doch auch die "Socceroos", gegen die man am 13. Juni antreten wird, und die Westafrikaner, auf die man am 23. Juni treffen wird, können jeden Gegner mehr als nur ärgern. Trotzdem ist der Aufstieg ins Achtelfinale für die Deutschen Pflicht: Dort droht allerdings ein vorgezogenes Finale gegen den großen Rivalen England. 

 

aktuelle Bwin Wettquote auf Deutschland als Weltmeister: 9 (Stand 11.2.2010)

 

WM-Kader Deutschland

Tormänner

René Adler (Bayer Leverkusen)
Manuel Neuer (Schalke 04)
Tim Wiese (Werder Bremen)

Verteidiger

Arne Friedrich (Hertha BSC)
Philipp Lahm (Bayern München)
Per Mertesacker (Werder Bremen)
Serdar Tasci (VfB Stuttgart)
Andreas Beck (1899 Hoffenheim)
Marcel Schäfer (VfL Wolfsburg)
Jérome Boateng (Hamburger SV)
Robert Huth (Stoke City)
Dennis Aogo (Hamburger SV)
Christian Träsch (VfB Stuttgart)
Heiko Westermann (Schalke 04)


Mittelfeldspieler

Michael Ballack (FC Chelsea)
Marcell Jansen (Hamburger SV)
Toni Kroos (Bayer Leverkusen)
Marko Marin (Werder Bremen)
Thomas Müller (FC Bayern München)
Mesut Özil (Werder Bremen)
Simon Rolfes (Bayer Leverkusen)
Bastian Schweinsteiger (Bayern München)
Thomas Hitzlsperger (VfB Stuttgart)
Aaron Hunt (Werder Bremen)
Sami Khedira (VfB Stuttgart)
Christian Gentner (VfL Wolfsburg)
Piotr Trochowski (Hamburger SV)

Stürmer

Mario Gomez (Bayern München)
Stefan Kießling (Bayer Leverkusen)
Miroslav Klose (Bayern München)
Cacau (VfB Stuttgart)
Patrick Helmes (Bayer Leverkusen)
Lukas Podolski (1. FC Köln)

WM Gruppe D - Tabelle

Platz Team Spiele / Punkte
  Deutschland 0 Spiele / 0 Punkte
  Australien 0 Spiele / 0 Punkte
  Serbien 0 Spiele / 0 Punkte
  Ghana 0 Spiele / 0 Punkte

WM Spielplan und Ergebnisse