Algerien
Algerien
WM-Teilnahmen: 2
Größter Erfolg:
1982 – Musste Algerien ein bitteres Ausscheiden hinnehmen. Nach dem Algerien den späteren Finalisten Deutschland 2:1 besiegte, gegen Österreich 0:2 verlor und Chile mit 3:2 stand man vor dem Aufstieg bei der WM in Spanien. Doch es kam wie es kommen musste, Österreich verlor knapp gegen Deutschland mit 0:1 und somit waren beide Teams dank der Tordifferenz eine Runde weiter. 1986 und damit nur vier Jahre später qualifizierte sich Algerien abermals für eine WM, in Mexiko scheiterte man erneut in der Vorrunde. Trotz 13 Teilnahmen gelang Algerien nur 1990 als Gastgeber der Titel als Afrika-Meister, zudem holte man 1980 in Nigeria einen zweiten Platz sowie 1984 in der Elfenbeinküste und 1988 in Marokko jeweils einen dritten Platz. Danach trat Algerien endgültig von der internationalen Bühne ab. Dennoch galt man zu dieser Zeit als eines der besten afrikanischen Teams, allerdings qualifizierte sich Algerien 2006 und 2008 nicht für den Afrika-Cup. Erst unter dem derzeitigen Teamchef Rabah Saâdane wurden Qualifikation für die WM 2010 in Südafrika erfreuliche Ergebnisse erzielt: Die Auswahl aus Nordafrika wird seine erste insgesamt dritte Weltmeisterschaft absolvieren.
Trainer: Der 63-jährige Saâdane, der die Nationalmannschaft aus seinem Heimatland bereits von 1981 bis 1982, von 1985 bis 1986, 1999 sowie von 2003 bis 2004 betreut hatte, schwingt in seiner fünften Amtszeit seit dem Oktober 2007 das Trainerzepter bei den Nordafrikanern. Saâdane, der im Jahr 2003 auch als Teamchef des Yemen fungiert hat, hat als Trainer auch für die nordafrikanischen Spitzenklubs Raja Casablanca, Étoile Sportive du Sahel und ES Serif gearbeitet. Der 63-Jährige, der in seiner aktiven Karriere ein Abwehrspieler gewesen ist und an der Weltmeister 1986 teilgenommen hat, hat als Fußballer unter anderem beim französischen Ligue-1-Klub Stade Rennes seine Schuhe zerrissen.
Bekannte Spieler: Algerien verfügt durchaus über einen qualitativ guten Kader und hat unter anderem Legionäre in der französischen Ligue 1, in der deutschen Bundesliga, in der italienischen Serie A und in der englischen Premier League in ihren Reihen. Die Mittelfeldspieler Karim Matmour von Borussia Mönchengladbach, Karim Ziani vom VfL Wolfsburg und Mourad Meghni von Lazio Rom sind wohl jene Akteure, die bei den bekannteren europäischen Spitzenklubs spielen. Madjid Bougherra von den Glasgow Rangers bildet das Herzstück in der Abwehr. Der beste Torschütze im derzeitigen Kader der algerischen Nationalmannschaft, Rafik Saïfi, der bisher in 57 Länderspielen 18 Mal getroffen hat, verdient aktuell beim katarischen Spitzenklub Al-Khor sein Geld, hat aber bis vor Kurzem für den Ligue-1-Klub FC Lorient gespielt.
Stärken: Die Tatsache, dass einige Spieler in den europäischen Spitzenligen unter Vertrag stehen oder dort früher einmal ihr Brot verdient haben, bringt natürlich dem Kollektiv etwas Erfahrung mit. Nicht zu verachten ist auch, dass Bougherra mit Glasgow Rangers sowie Ziani mit dem VfL Wolfsburg an der Champions-League-Gruppenphase teilgenommen haben. Außerdem sind Meghni und Rafik Halliche vom portugiesischen SuperLiga-Klub Nacional Madeira in der Europa-League-Gruppenphase zum Einsatz gekommen.
Schwächen: Nur wenige Akteure im derzeitigen Kader haben bislang 40 oder mehr A-Länderspiele absolviert. Teamkapitän Yazid Mansouri, der beim FC Lorient unter Vertrag steht, ist mit 61 Länderspielen jener Mann, der die meisten Länderspiele absolviert hat. Die drei Tormänner (Mohamed Ousserir, Fawzi Chaouchi und Mohamed Zemmamouche), die im Kader für den Afrika-Cup 2010 stehen, haben insgesamt nicht mehr als elf internationale Partien für ihr Vaterland absolviert. Nicht nur deshalb ist der Bewerb im Angola der erste große Bewerb, an dem die meisten Teamspieler teilnehmen. Und eine gewisse internationale Erfahrung ist bei WM-Gegnern wie England, die USA und Slowenien alles andere als unwesentlich.
WM-Qualifikation: Algerien ist in der zweiten Runde der afrikanischen WM-Qualifikation ins Geschehen eingestiegen. Hierbei hat man sich in der Gruppe 6 mit zehn Zählern und mit nur einem Punkt Vorsprung gegen Gambia und gegen den Senegal durchgesetzt. Dabei wurden die Heimspiele gegen die beiden direkten Konkurrenten knapp gewonnen, auswärts setzte es zwei 0:1-Niederlagen. In der dritten Runde trafen die Algerier dann in der Gruppe C auf Ägypten, auf Sambia und auf den Ruanda. Hierbei passierte das Unglaubliche: Die "Wüstenfüchse" holten ebenso wie die "Pharaone" vier volle Erfolge, ein Unentschieden und kassierten ein Niederlage. Zudem beendeten beide Mannschaften mit einer Tordifferenz von 9:4 die Gruppenphase. Es kam deshalb zu einem Entscheidungsspiel im Sudan, in dem sich die Algerier dank eines Tores von Antar Yahia vom VfL Bochum durchsetzten.
Potenzial/Chancen: Die Algerier bringen mit Ausnahme von Teamchef Saâdane, der als Abwehrspieler an der Weltmeisterschaft 1986 in Mexiko teilgenommen hat, und aufgrund der nicht-Teilnahmen an den Afrika-Cups von 2006 und von 2008 nur sehr wenig Erfahrung bei Großereignissen mit. Gegen die englische Nationalmannschaft, die ein Favorit auf den WM-Titel ist, haben die Nordafrikaner keinen Funken einer Chance. Ein zweiter Gruppengegner, die USA, haben mit ihrem Final-Einzug beim Konföderations-Cup im vergangenen Jahr bewiesen, dass sie auch außerhalb der CONCACAF-Bewerbe immer konkurrenzfähiger werden. Demnach wird sich Algerien gemeinsam mit Slowenien aller Voraussicht nach nach der Gruppenphase vom Turnier verabschieden müssen.
aktuelle Bwin Wettquote auf Algerien als Weltmeister: 301 (Stand 22.1.2010)
WM-Kader Algerien
Tormänner
Verteidiger
Mittelfeldspieler
Stürmer
WM Gruppe C - Tabelle
| Platz | Team | Spiele / Punkte |
|---|---|---|
| England | 0 Spiele / 0 Punkte | |
| USA | 0 Spiele / 0 Punkte | |
| Algerien | 0 Spiele / 0 Punkte | |
| Slowenien | 0 Spiele / 0 Punkte |

